Wuxi („Klein-Shanghai“)

Die Millionenstadt Wuxi besitzt eine 3000-jährige Stadtgeschichte. Die Stadt liegt zwischen den Fluss Jangtsekiang und dem Binnensee Tai Hu. Im Jahrtausend vor Christi Geburt war sie ein Zentrum des Zinn-Bergbaus. Dieses sehr weiche Schwermetall wurde damals vor allem für die Herstellung von Geschirr genutzt. Die Stadt wurde daher Youxi genannt, was so viel bedeutet wie „hat Zinn“. Als die Zinn-Vorkommen zur Neige gingen, wurde sie in Wuxi umbenannt und das heißt „hat kein Zinn“.

Seit dem Jahr 2000 ist die Einwohnerzahl sprunghaft gestiegen. Heute leben dort fast 6,4 Mio. Menschen, deutlich mehr als in Berlin und Hamburg zusammen. Nicht zuletzt wegen dieser starken wirtschaftlichen Entwicklung wird Wuxi oft auch als „Klein-Shanghai“ bezeichnet.

Mit dem alten Stadtteil Huishan von Wuxi ist die deutsche Stadt Ratingen 2007 übrigens eine Städtepartnerschaft eingegangen.

Wuxis großer wirtschaftlicher Erfolg ist nicht zuletzt der günstigen Verkehrsanbindung nach Shanghai und Peking zu verdanken. Auch der alte Kaiserkanal durchzieht die Stadt, der die Hauptstadt Beijing mit dem Mündungsgebiet des Jangtsekiang in den Pazifischen Ozean verband. Mit einer Gesamtlänge von über 1800 km ist es die längste von Menschen je geschaffene Wasserstraße der Welt. Sie gehört seit 2014 zum Welterbe der Menschheit.

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